Die Liebe

Die Liebe

Und seit jeher war es so, 
dass die Liebe erst in der Stunde der Trennung
 ihre eigene Tiefe erkennt.
Kahlil Gibran "Der Prophet" 
Originaltext: 
And ever has it been that love knows not its own depth
 until the hour of separation.


Ich falle gleich - eigentlich völlig unromantisch - mit der Türe ins Haus: Ohne Duft gäbe es keine Liebe und keine Bindung. Was die Liebe erst möglich macht, das kann sie aber auch zerstören. Hormone in Parfüms, Körperpflegeprodukten etc. ... Das ist das eigentliche Motiv dieser Webseite, denn der Schlüssel zur Rettung  der Liebe liegt im Verständnis des eigenen Duftes und von Moschusverbindungen in Kosmetika und künstlichen Haarfarben, welche das Potenzial haben, eine Beziehung auflösen zu können.

Der Eigenduft ist zwingend notwendig, um sich überhaupt verlieben zu können. D. h. im Prinzip treffen sich zwei Duftstoffe - ein männlicher und ein weiblicher - die sich stark anziehen, um die Menschheit durch Nachwuchs zu bereichern. ... die Intensität variiert wie ein Lautstärkeregler bei einem Radio. Man findet jemand sympathisch, ein bißchen mehr sympathisch usw. ... oder eben das Gegenteil. Man begegnet einer unbekannten Person und das Urteil der Nase ist bereits gesprochen, bevor man auch nur ein einziges Wort gewechselt hat. Die Düfte eilen uns voraus, umgeben uns mit einer Duftaura, die sehr weit reicht. Sehr weit. Weiter, als wir uns das bewusst sind. 

In unserer Nase gibt es zwei Geruchssysteme. Die normalen Riechzellen und das VNO, das Vomeronasalorgan, oder auch Jakobson'sches Organ genannt, welches für das Riechen der Sexualduftstoffe zuständig ist. Um diese soll es hier gehen. (Sexualduftstoffe = Pheromone = Anthropine). Dieses paarige Organ in unserer Nasenscheidewand ist immens wichtig für uns, denn ohne dieses können wir die "Geruchsvisitenkarte" anderer Menschen nicht lesen und somit nicht wirklich in Kommunikation treten.  - Septum-Operationen - also Nasenscheidewandbegradigungen - können dieses Organ sogar zerstören. Bei Ratten fand man heraus, dass wenn dieses Organ entfernt wurde, die Ratten männliche und weibliche Ratten nicht mehr unterscheiden konnten und somit "geschlechtsblind" wurden.

Das Vomeronasalorgan, oder auch, wie schon gesagt, Jacobson'sches Organ genannt, nach seinem Entdecker Ludwig Levin Jacobson, einem dänischen Mediziner. Eigentlich müsste das Organ jedoch Ruysch-Organ heißen, denn Frederic Ruysch, ein niederländischer Anatom und Botaniker, hatte schon 1703 darüber geschrieben. - Jedes Mal verschwand es jedoch wieder aus den Anatomietafeln, weil kein Mensch was damit anfangen konnte und so musste es immer wieder neu entdeckt werden. So fand es dann Albert von Köllicker wieder, ein Schweizer Anatom und Physiologe, und schlussendlich Larry Stensaas, 1991. Oft fand man es auch nicht, da es bei jedem Menschen anders ist und zudem sehr klein ist. So bildeten sich zwei hartnäckige Lager, die Einen, die fest davon überzeugt sind dass es das VNO gibt und die Anderen, welche die Ansicht vertreten, dass es das VNO nicht gibt. Je nach Ausgang ihrer Forschungsarbeiten.  - An den Auswirkungen kann man jedoch ohne Zweifel feststellen, dass es das VNO da sein muss! - Unsere Nase ist ständig im Einsatz, denn wir können nicht "nicht riechen", denn wir können den Atem nicht wirklich anhalten. - Ohne Unterbrechung werden wir so mit Duft-Codes konfrontiert und uns ist nicht bewusst, dass diese ohne Pause ständig direkt in unser Gehirn wandern. Auf direktem Wege und dort für uns permanent die Entscheidung "Ja" oder "Nein" treffen.


Von links nach rechts: 

1. - Ludwig Levin Jakobson 10.1.1783 - 29.8.1843 - Dänischer Mediziner
2.  - Frederik Ruysch 23.3.1638 - 22.2.1731 - Niederländischer Anatom und Botaniker
3. - Albert von Köllicker 6.7.1817 - 2.11.1905 - Schweizer Anatom und Physiologe
4. - Larry Stensaas - Professor/Neuroanatomie/Universität Utah, Salt Lake City, USA - (mit dabei Bruce Jafek, David Moran, David Berliner, Luis Monty Bloch und Clife Jennings. 


Hier einen Text, den ich von Prof. Stensaas erhalten habe: (Fotonachweis Larry Stensaas: Suzanne Stensaas, Ph. D. Professor, Dept. Neurobiology and Anatomy, University of Utah)

"In July of 1990, David Berliner asked me: "If you had a human pheromone and wanted to test ist: what would you do?" I said I would go to Washington, D. C., to the Yakovlev Human Brain Collection and look at serially sectioned embryonic and fetal specimens to see if there was an innervated VNO where Potiquet showed it. The next day I was in Washington, D. C. At all stages of development after the first trimester, a tubular VNO resembling the fetal rat VNO was present bilaterally on the human nasal septum. During the first trimester, this tube could be traced back to the medial olfactory placode.

Dr. Berliner immediately sent me to Uruaguay to work with a long-term  collegue, Dr. Luis Monti, to secure elctron microscopy specimens from the Pathology Department at the University Medical School where he was a professor. These were sent to Dr. Berliner's friend, R. M. Lavker, in Philadelphia who did the electron microscopy. I later received some specimens and verified the presence of nerves in the medial wal VNO epithelium. I sent photos to Dr. David Moran, who I discovered was working on the human VNO nearby in Denver, Colorado, and we agreed to poublish our findings separately in the same J. Steroid Chemistry, which reported on a  symposium on the VNO sponsored by Dr. Berliner in Paris, November 1991. 

Unfortunately, subsequent immunocytochemical studies of the adult human VNO with Dr. Tom Getcher failed to show a persistence of nerves in association with the medial wall epithelium. Their absence appeared ot provide clear evidence that there was potential involution an disappearance of fetal VNO sensory innervation.

Prof. Larry J. Stensaas, Neuroanatomist at the University of Utah - who studied the VNO in embryonic and fetal specimens"


Der Duft der Haare - Wie die Nase des Mannes ....
Von der Nasengröße auf die Penisgröße Rückschlüsse ziehen zu können, halte ich für weit verfehlt, aber auf die unbewussten Auswirkungen von Duftstoffen,  welchen Männer-Nasen wohlmeinend ausgesetzt werden, davon halte ich sehr viel.  Die armen, wehrlosen Männer-Nasen, welche tagtäglich wahren Salven von Duftstoffen ausgesetzt  sind, tagsüber im Büro, in der U-Bahn, im Bus, im Zug, beim Arzt, im Krankenhaus, beim Einkaufen und nicht genug, auch noch nachts neben der eigenen Frau müssen sie eine chemische Keule einatmen, durch Parfüm, Deo, Creme, Haargel, Haarspray, Waschpulver, künstliche Haarfarben, Fensterputzmittel, Synthetikstoffe, Dämm-Materialien der Wände und was mir sonst noch alles einfallen würde. Kein Wunder also, wenn Mann die Nase voll hat. - Fortsetzung folgt...
Gustav Jaeger fand schon seinerzeit (er lebte von 1832-1917) etwas sehr Interessantes heraus. Bei Messungen über die menschliche Reaktionszeit während dem Tragen unterschiedlicher Bekleidungsmaterialien, Pflanzenfasern im Vergleich zu Tierfasern, fand er heraus, dass die Reaktionszeit in Kleidung von getragener Wolle noch schneller war, als in ungetragener, neuer, Wollkleidung, welche im Vergleich zur Pflanzenfaser schon sehr viel besser abgeschnitten hatte. - So kam er auf die Idee, dass in die Wolle etwas vom Träger selbst hinein gekommen sein musste, und dies konnte nur der eigene Geruch sein. - Er fand heraus, dass die wasserhaltigen Pflanzenfasern schlechte Düfte, also Giftstoffe, welche durch die Haut ausgeschieden werden, aufspeichern, während die fetthaltigen Tierfasern genau das Gegenteil machten, die guten Düfte des Menschen aufspeicherten. Dies sah er als Grund an, weshalb Pflanzenfasern eine gar lähmende, stark verlangsamende Auswirkung auf die Reaktionszeit hatte. - Sein Messungsverfahren nannte er Neuralanalyse. Dieser Erforschung des Eigenduftes  und dessen Auswirkung widmete er sich viele Jahre lang. - Im EigenDuft fand Jaeger weiter nicht nur den Sexualduftstoff, den Triebstoff, welcher für Sympathie und Antipathie, Liebe JA, Liebe NEIN, zuständig ist, sondern auch, dass der EigenDuft sogar den Selbsheilstoff des Menschen darstellt, die viel zitierte - aber dennoch unverstandene - Selbstheilkraft. - Alsbald stellte eine Stuttgarter Apotheke die Jaeger'schen Anthropinekügelchen her, welche zu 90 % gegengeschlechtliche Anwendung fanden und ihre starke Heilkraft so für Viele nutzbar machten. - Insgesamt gab es damals 23 Anthropine-Kügelchen-Sorten. - Die Anthropine aus den eigenen Haaren hergestellt, stärken - laut Jaeger - die Selbstheilkraft enorm. Alsbald wurden die Anthropine-Kügelchen von Jaeger patentiert und die Fläschchen in noblen Silberschatullen zu Tausenden verkauft.

Da Jaeger seiner Zeit mehr als 100 Jahre voraus war, konnte man mit den dubiösen Haarkügelchen nicht viel anfangen und man erklärte Jaeger eher für verrückt, als dass man seinen genialen Fund verstanden hätte. Und ich muss an dieser Stelle gestehen, dass es mir ebenso erging, bis ich die Genialität und das Wirkprinzip verstanden hatte. Vehement vertrat Prof. Jaeger jedoch seinen Fund und postulierte: - "Jemand wird so lange für verrückt erklärt, bis der Rest  nachrücken kann."  - Recht hatte er. - Die Nr. 7 - der ehemals 23 Sorten - war aus den blonden Haaren einer Jungfrau hergestellt worden und wurden von der Stuttgarter Apotheke mit "wirken belebend und erheiternd für ältere Herren" beschrieben. - Das Pendant gab es natürlich auch für Frauen, siehe auch in dem Heftchen "Belehrung über Prof. Jaeger's Anthropinekügelchen". 

Schon bald tat sich durch meinen Fund der Anthropine eine "Nebenbaustelle" meiner Geschichte auf, in dem mir ein Apotheker eines Tages das Buch von Patrick Süskind ausgeliehen hatte "Das Parfum". Ich war mir ganz sicher, dass Patrick Süskind die Anthropine, insbesondere die Nr. 7, kennen musste. Kein Mensch konnte sonst auf die perverse Idee kommen, aus abgeschnitten Jungfrauenhaaren ein Parfüm herzustellen. ( = die Anthropine). Aus Spaß an der Freude machte ich damals mehr als 120 Textgegenüberstellungen beider Bücher "Jaeger, Die Entdeckung der Seele, ein Zoologiewerk mit 850 Seiten von 1883 und dem Werk von Patrick Süskind, Das Parfum, Diogenes Verlag 1985. In dem Buch sich auch der wissenschaftliche Beweis der Wirkungsweise der Homöopathie fand. Was für ein ZU-FALL! Jaeger war nämlich von seinen Zeitgenossen beauftragt worden, den Homöopathen das Handwerk zu legen. Eher Gegner als Befürworter widmete er sich dieser Forschungsarbeit und fand heraus, dass Homöopathie anhand hoch verdünnter Duftstoffe wirkt, anhand ihrer spezifischen Achsendrehung, je nach Atombau der Moleküle. 
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